Eigentlich war unser diesjähriges Trainingslager wie gewohnt von Donnerstag bis Sonntag mit Übernachtungen am Hafen geplant. Doch bereits Anfang der Woche standen wir vor einer schwierigen Entscheidung.
Die Wettervorhersagen kündigten für das Himmelfahrtswochenende Temperaturen von maximal 12 °C, nächtliche Tiefstwerte um 6 °C sowie anhaltenden Regen an. Da wir unsere zwölf Opti-Kinder nicht bei solchen Bedingungen in Zelten ohne beheizte Aufenthaltsräume übernachten lassen wollten, entschieden wir uns bereits am Montag, das Trainingslager auf ein verlängertes Trainingswochenende ohne Übernachtung zu verkürzen.
Im Nachhinein zeigte sich, dass es das Wetter letztlich doch etwas besser mit uns meinte als zunächst angekündigt. Statt Dauerregen erwarteten uns tagsüber zeitweise sogar Sonnenschein, Temperaturen um die 15 °C und nachts etwa 10 °C. Solche Entscheidungen müssen jedoch mehrere Tage im Voraus getroffen werden – und aus Verantwortung gegenüber den Kindern verlassen wir uns dabei lieber auf eine vorsichtige Planung als auf die Hoffnung, dass sich die Vorhersage noch verbessert.
Ganz auf das Segeln verzichten wollten wir trotzdem nicht. Bereits am Donnerstag fragten unsere ILCA-Segler an, ob wir trotz der eher ungemütlichen Wettervorhersage trainieren würden. Die Antwort war natürlich: Ja! So konnten wir bereits an den ersten beiden Tagen bei kräftigem Wind und frischen Temperaturen intensive Trainingseinheiten absolvieren. Gerade für die fortgeschrittenen Jugendlichen boten diese Bedingungen eine hervorragende Gelegenheit, Erfahrungen bei stärkerem Wind zu sammeln.
Am eigentlichen Trainingswochenende überraschte uns das Wetter dann doch positiv. Am Samstag und Sonntag zeigte sich immer wieder die Sonne, dazu herrschte ein schöner, gleichmäßiger Übungswind – ideale Bedingungen für unsere Nachwuchssegler.
Insgesamt nahmen 18 Kinder und Jugendliche am Trainingslager teil – 13 Opti-Seglerinnen und -Segler sowie 5 Jugendliche in der ILCA-Klasse. Damit war am Hafen ordentlich etwas los.
Durch die unterschiedlichen Erfahrungsstände wurde wieder in kleineren Gruppen trainiert. Während die fortgeschrittenen Segler ihre Bootsbeherrschung weiter verbessern konnten, standen bei vielen unserer jüngsten Vereinsmitglieder die Grundlagen im Mittelpunkt. Sicheres Steuern, Halbwindkurse, das richtige Gefühl für Wind und Boot sowie der Abbau der anfänglichen Unsicherheit auf dem Wasser sind wichtige Bausteine für alles, was später folgt.
Gerade diese ersten Erfahrungen entscheiden oft darüber, ob Kinder dauerhaft Freude am Segelsport entwickeln. Deshalb legen wir großen Wert darauf, die Grundlagen in einer entspannten Atmosphäre zu vermitteln und jedes Kind dort abzuholen, wo es gerade steht. Die Fortschritte, die unsere Nachwuchssegler bereits jetzt machen, stimmen uns sehr optimistisch – wir stehen zwar noch am Anfang der Saison, aber die Richtung stimmt und wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Trainingstage.
Natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Für eine ganz besondere Überraschung sorgte Vickys Mutter, die mit ihrem Pony am Hafen vorbeischaute. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit für eine kleine Reitrunde – ein unerwartetes Highlight, das bei allen für strahlende Gesichter sorgte.
So blicken wir trotz der kurzfristigen Planänderung auf ein rundum gelungenes Trainingslager zurück. Manchmal muss man Pläne anpassen, doch am Ende zählt vor allem, was daraus entsteht: viele Stunden auf dem Wasser, jede Menge neue Erfahrungen, gemeinsames Lernen und ganz viel Freude am Segeln.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Trainern, Eltern und Helfern, die das Trainingslager mit ihrem Einsatz ermöglicht haben. Wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Trainingstage auf unserem See. ⛵





























